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Corigliano
d’Otranto, möglicherweise römischen Ursprungs ist vom VI bis
zum XI Jahrhundert unter griechisch – byzantinischer Herrschaft gewesen.
Die Tatsache, dass hier auch heute noch ein aus der Zeit stammender Dialekt,
das „Griko“ , gesprochen wird, beweist dies eindeutig. In diesem
griechischsprachigen Gebiet haben eine Sprache und Bräuche überlebt,
die auf griechische Kulturen und Traditionen zurückzuführen sind.
Von diesen Wurzeln stammt eine Vielzahl an Gesängen und Musik ab, welche
ein weiteres Kulturgut dieser Gegend darstellen.
Charakteristisch für die Architektur der Dörfer der griechischen Gemeinschaft
sind die sogenannten „case a corte“ (Häuser um einen gemeinsamen
Innenhof herum) ab, welche bis heute die Architektur der historischen Ortskerne
prägen. Dort spielte sich das Familienleben ab. Die Frauen webten am Webstuhl
(griech. Argalìo), die Männer ruhten dort nach den Mühen der
Landarbeit aus und die Kinder spielten miteinander. Auch heute noch findet man
in etwa dieses Modell des Miteinanders wieder, eine Lebensform, der es zu verdanken
ist, dass man bis heute „Fremde“ mit viel Herzlichkeit und Spontanität
aufnimmt.